Robert Habeck
© Dominik Butzmann

Über mich

Wir können nicht nicht politisch sein.

Robert HabeckRobert Habeck

Robert Habeck ist seit 2018 Bundesvorsitzender von BÜNDNIS 90/DIE GRÜNEN. Zuvor war er sechs Jahre lang Minister und stellvertretender Ministerpräsident von Schleswig-Holstein, zuletzt leitete der das Ministerium für Energiewende, Umwelt, Landwirtschaft und Digitalisierung. Robert Habecks Heimat ist hoch oben im Norden, zwischen Nord- und Ostsee, wo der Horizont weit ist und die Menschen geerdet. Genau so macht er Politik: Aus Nachdenken und Dialog entsteht eine Vorstellung von einer besseren Wirklichkeit und dann geht’s ans Probleme lösen und Machen.

Roberts Habecks Engagement bei den GRÜNEN begann in diesem Sinne: 2002, als der studierte Philologe und Philosoph zusammen mit seiner Frau noch als Schriftsteller arbeitete und die gemeinsamen Kinder betreute, kam er wegen eines fehlenden Fahrradweges zu den örtlichen GRÜNEN.

Mit der Zeit wurden die Aufgaben größer und so auch Robert Habecks Verantwortung: die Energiewende nach vorn zu bringen, aus dem Konflikt zwischen Nutzen und Schützen des Landes neue Lösungen zu finden. Die Menschen in den Mittelpunkt einer sozial-ökologischen Marktwirtschaft zu stellen und ein Sozialsystem zu schaffen, das den gesellschaftlichen Zusammenhalt auch für die Zukunft garantiert.

Verantwortung heißt, sich den Problemen stellen und es besser zu machen. Wenn das bestehende System der Landwirtschaft die Bäuer*innen wirtschaftlich unter Druck setzt und auf Kosten von Natur, Klima und Tieren geht, muss es geändert werden. Das heißt für den Landwirtschafts- und Umweltminister Robert Habeck neue Wege aufzuzeigen, zu sprechen, zu zuhören und neue Bündnisse zu schließen: Beispielsweise zwischen Landwirt*innen und Naturschützer*innen.

Robert Habeck: „Im Moment fährt das System mit Vollgas in die falsche Richtung. Landwirte sind gezwungen, rohe Mengen zu erwirtschaften, ungeachtet der Tierhaltung und Umweltschäden. Wir müssen einen Weg finden, wie wir gesunde, bezahlbare Lebensmittel, gute Existenzbedingungen für Landwirte und den Schutz der Umwelt unter einen Hut bekommen. Das schaffen wir, wenn wir die Milliarden Subventionen an Kriterien wie Umweltschutz und Tierwohl binden. Dann profitieren jene Bäuer*innen, die nachhaltige Landwirtschaft betreiben.“

Robert Habeck läuft auf einem Deich und telefoniert dabei.

© Dennis Williamson

Große Herausforderungen wie die Energiewende bedeuten für den Energiewendeminister Robert Habeck, sie nicht im Großen vor sich her zu schieben, sondern im Konkreten zu lösen. Als Minister trieb Robert Habeck den Stromnetzausbau an der windreichen Westküste zügig voran – mit einem neuartigen Verfahren: „Um das Prinzip Verantwortung in die Energiepolitik zu tragen, müssen wir die Offshore-, Wind- und Solarkraft ausbauen, Stromtrassen legen, Speicher klug nutzen – und das europaweit und vernetzt. Dafür müssen wir aber die Menschen vor Ort ins Boot holen und aus Betroffenen Beteiligte machen. Wenn wir gemeinsam um die besten Lösungen ringen, dann bauen wir die Stromnetze im Konsens und dadurch besser geplant und schneller.“, so Habeck. Im Jahr 2018, als Robert Habeck aus dem Amt schied, konnte Schleswig-Holstein seinen Stromverbrauch rechnerisch zu mehr als 150 Prozent aus Erneuerbaren Energien decken.

Robert Habecks Antrieb ist Freiheit und sein Ziel, große Veränderung auf demokratischen Wegen zu ermöglichen. Miteinander verhandeln, Gespräche führen, Kompromisse schließen – klar in der Sache, fair im Miteinander. In diesem Stil führte Robert Habeck die GRÜNEN in die Kieler Landesregierung, zunächst in ein Bündnis mit SPD und der Partei der dänischen Minderheit SSW, dann mit CDU und FDP. Und so gestaltet er heute die Bundespolitik in Berlin: „Ich will bewusst dahin gehen, wo mir auch Gegenwind ins Gesicht fährt und mit allen Akteur*innen sprechen. Erst die Fähigkeit, im Streit um die besten Lösungen einen Konsens herzustellen, macht den Kern von Demokratie aus. Und dieser Kern wird geschaffen durch das gegenseitige Zuhören, das Ernstnehmen des anderen und durch eine politische Debatte, die zugewandt ist., so Habeck.

Zukunft, das ist nicht nur die Umsetzung des bereits heute gedachten, sondern auch die Förderung der guten Ideen von morgen und die Beteiligung der Menschen an den Strukturen von morgen. Robert Habeck: „Wir sollten dafür sorgen, dass die Kleinen wachsen können: Start-ups, Gründer*innen und junge Unternehmer*innen. Deshalb investieren wir in die neue Gründerzeit und schaffen einen staatlichen Wagniskapitalfonds. So geben wir schlauen Köpfen den nötigen Freiraum, kluge Ideen auszufeilen und am Markt durchzustarten. Dabei geht es nicht nur um den wettbewerbsfähigen Mittelstand, sondern auch um die wirtschaftliche und digitale Souveränität Europas.“

Robert Habeck steht am U-Bahnsteig. Im Hintergrund ist eine gelbe U-Bahn zu sehen.

© Dennis Williamson

Robert Habeck sieht die Menschen als mündig an, ihre eigenen Belange selbst regeln zu können und Probleme vor Ort auch vor Ort zu lösen. Die großen Herausforderungen unserer Zeit sind jedoch global – also müssen sie global und kooperativ gelöst werden: „Deutschland wird nur dann die Werte dieser Republik bewahren können, wenn es größer denkt als in den Grenzen des Nationalstaates. Unsere Wirtschaft ist global. Unsere Werte sind universal. Die Klimakrise ist eine weltweite. Flucht und Vertreibung sind es auch. Wer Freiheit und Demokratie will, muss sich um Europa kümmern. Wer Deutschland verstehen will, muss die Welt im Blick haben.“, so Habeck.

Dabei beginnt das Politische in den unscheinbaren Dingen. Im Aufziehen von Kindern, der Diplomatie in Beziehungen, dem demokratischen Rat am Küchentisch. Als Robert Habeck seine vier Söhne fragte, was sie davon hielten, wenn er sich auf das Amt des Bundesvorsitzenden bewirbt, kam zurück: „Papa, wenn du das nicht machst, dann bist du echt ein Lappen.“

Robert Habeck traut sich selbst viel zu und allen anderen genauso. Sich aus freien Stücken zusammentun zu können um die Wirklichkeit zu prägen, ist ein Geschenk, das man annehmen muss und nicht vergeuden darf. Deshalb macht Robert Habeck Politik, von früh bis spät, sieben Tage die Woche, auch wenn er ursprünglich nur einen Fahrradweg in Großenwiehe bauen wollte. Robert Habeck: „Politik ist eine Beziehung zur Welt. Sie macht aus einer Reihe von subjektiven Erfahrungen objektive Tatsachen. Sie verallgemeinert. Das ist ihr Spannungsbogen und ihr Sinn. Was man sich alleine denkt oder vornimmt, kann in einer Demokratie durch die Gruppe Wirklichkeit werden.“